Stadt- und Regionalgeschichte

 


Simmern bildet seit Jahrhunderten einen politischen und wirtschaftlichen Mittelpunkt im Hunsrück. Siedlungsspuren sind aus römischer und fränkischer Zeit überliefert. Der Aufstieg Simmerns zur Fürstenresidenz begann zu Anfang des 14. Jahrhunderts mit dem Ausbau der Burg und der Verleihung der Stadtrechte am 10. Juli 1330 durch Ludwig IV. den Bayern. Infolge zahlreicher Pfändungen kam Simmern 1359 aus ursprünglich raugräflichem Besitz an die Pfalzgrafen bei Rhein.

Nach dem Tode des römischen Königs, Pfalzgraf Ruprecht III., im Jahre 1410 entstand das Fürstentum Simmern. 1559 traten die Herzöge von Simmern mit Friedrich II. in die Erbfolge der Kurfürsten von der Pfalz in Heidelberg.

Die ältere Simmerner Fürstenlinie erlosch 1598. Fortan wurde Simmern kurpfälzisches Oberamt. In einer jüngeren Simmerner Fürstenlinie existierte das Fürstentum Simmern nochmals von 1610 bis 1673.


Die mittelalterliche Residenzstadt Simmern wurde im Verlauf des Pfälzischen Erbfolgekrieges 1689 von französischen Truppen zerstört und verbrannt. Nach der Besetzung des linken Rheinufers durch die französischen Revolutionstruppen seit 1794 wurde Simmern eine von drei Arrondismentshauptstädten des Rhein-Mosel-Departements.

Nach dem Rheinübergang Blüchers in der Neujahrsnacht 1813/1814 fiel Simmern an Preußen und wurde nach dem Wiener Kongress von 1815 Kreisstadt und Amtssitz.

In der Gegenwart befinden sich in Simmern zahlreiche Betriebe aus Handel, Handwerk, Industrie und Gewerbe, die Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises, die Verbandsgemeindeverwaltung Simmern, Behörden, das Diakonie-Krankenhaus, Banken, Schulen, Schwimmbäder, Sporthallen und Kindergärten.