FORM FARBE FREIHEIT – Werke der Künstlergruppe50 Wiesbaden

Ausstellung
2. Mai bis 1. Juni 2026

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag, 09:30-13:00 Uhr
Mittwoch bis Sonntag 14:00-17:00 Uhr

Vernissage
Samstag, 2. Mai 2026, 18:00 Uhr, Foyer Neues Schloss
Einführung: Dr. Peter Lodermeyer, Kunsthistoriker
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Die Künstlergruppe50 Wiesbaden zeigt Werke der letzten drei Jahre. Die Gruppenkultur ist davon geprägt, dass jedes Mitglied seine eigene künstlerische Schaffensweise besitzt, die es kreativ weiterentwickelt, und dass dadurch in der Gruppe ein betriebsames, inspirierendes Miteinander entsteht, das immer wieder zu neuen Schöpfungen anregt, unabhängig von der gerade aktuellen Konjunktur auf dem Kunstmarkt.

In ihrer Gesamtheit spiegelt die Gruppe ein Spektrum eigenständiger Sichten der Zeit wider, ohne sich als eine gemeinsame „Schule“ oder „Aussage“ zu positionieren. Es werden künstlerische Positionen von 17 Mitgliedern zu sehen sein.

Alle Interessierten sind zur Vernissage im Schloss herzlich eingeladen!
Wir bitten um Anmeldung bis zum 29. April 2026.

Die Künstlergruppe50 Wiesbaden

v. l. stehend: Arnold Gorski, Bettina Gelhard-Reeh, Gabriele Strecker, Petra von Breitenbach, Roman R. Eichhorn, Joan Draxler. v. l. sitzend: Horst Reichard, Peter Bernhard, Ellianne Dinnendahl, Isanna von Perbandt, Susan Geel, Iris Kaczmarczyk, Frank Deubel. Auf dem Bild fehlende Mitglieder: Tom Sommerlatte, Alois Ewen, Swantje von Bismarck, Stefan Lochmann. Foto: Wolfgang Reeh

Geschichte

Als sich im Jahr 1950 eine Gruppe von Kunstschaffenden um Christa Moering und Heinz-Rudi Müller zusammenfand, konnte sicher keiner ahnen, welchen Verlauf diese Geschichte nehmen sollte. Wie auch andernorts fanden sich Künstlerinnen und Künstler zusammen, einen Neubeginn anzugehen. Sich gegenseitig zu versichern und zu bestärken, nach der kulturellen Wüste die die Politik der Nationalsozialisten hinterlassen hatte. Verwiesen sei hier auch auf die – sicherlich in größerem Rahmen zu verortende – „Gruppe 47“ die wegweisend war für den Neubeginn der deutschen Literatur nach 1945.

Verwiesen sei hier darauf, weil auch die Gruppe 47 sich nicht als programmatischer Zusammenschluss verstand, sondern als Forum des Austauschs, der gegenseitigen Kritik und Anregung. Im Gegensatz zu programmatischen Gruppen, die einen bestimmten Stil oder eine Haltung verfolgten, die sich ein Manifest gaben und unter diesem Thema gemeinsame Ausstellungen forcierten, war die Gruppe50 von Anfang an mehr auf den Austausch, auf die individuelle Weiterentwicklung konzentriert, als auf ein bestimmtes künstlerisches Programm.

Die Künstlergruppe50 Wiesbaden hat im Jahr 2025 ihren 75sten Geburtstag mit einer großen, vielbeachteten Ausstellung in der Kunsthalle der LandeshauptstadtWiesbaden gefeiert! 75 Jahre sind eine lange Zeit, sind eine gute Zeitspanne, die von der Gegenwart zurückreicht bis in die Nachkriegszeit. So bilden die 75 Jahre auch die Geschichte der hier anwesenden Generationen ab.

Mit der Gruppe50 entstanden Verbindungen, Begegnungen weit über Wiesbaden hinaus. Einmal mehr zeigt sich hier, dass gerade die Kultur das Verbindende zwischen unterschiedlichen Menschen und Mentalitäten sein kann, die Kunst und Kultur es ist, die Brücken baut, die Freundschaften möglich macht. So haben die großen Gruppenausstellungen im Anna-Achmatova-Museum in St. Petersburg, in San Sebastian, in Görlitz, Klagenfurt, in der Kunstakademie von Wroclaw (Breslau), in Istanbul-Fatih, in der Sint-Niklaas-Kerk in Gent, im Atelierhof in Berlin-Kreuzberg und Tunbridge Wells sowie die Jubiläumsausstellungen in Wiesbaden zu gemeinsamen Erlebnissen geführt, die den Gruppenzusammenhalt stärken. Die Eröffnungsvorträge von Kunsthistorikern und die Rezensionen in der Presse bestätigen zudem immer wieder, dass die Gruppe internationale Beachtung findet.

Arbeitsgebiete

  • Malerei
  • Zeichnung
  • Skulptur
  • Bildhauerei
  • Politische Installation
  • Fotografie
  • Digitale Malerei

Gesellschaftliches Engagement der Mitglieder

  • Jurorentätigkeiten
  • Kuratierungen
  • Lehre an Universitäten, privaten Kunstschulen und Volkshochschulen
  • Aktive Mitarbeit im Berufsverband Bildender Künstler
  • Netzwerkgründungen wie Tatorte Kunst
  • Herausgabe von Werkverzeichnissen und Katalogen