Die filmischen Inszenierungen rund um das Thema Heimat werden im EDGAR-REITZ-FILMHAUS (am Fruchtmarkt/ Ecke Oberstraße im ältesten Teil der Stadt, ca. 10 Min. zu Fuß vom Hunsrück-Museum durch die Fußgängerzone) präsentiert. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Adresse
Römerberg 24
D-55469 Simmern/Hsr.
Google Maps
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Eintritt
Erwachsene: EUR 3,-
Kinder: EUR 1,50
Kombi-Ticket Filmhaus und Museum: EUR 4,50
Gruppe Erwachsene: je EUR 1,50
Gruppe Kinder: je EUR 0,50
Führungen nach Vereinbarung
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Öffnungszeiten
1. So im Monat 14:00 – 17:00 Uhr
oder nach Vereinbarung
Kontakt
Hunsrück-Museum
Telefon: 06761 837401
E-Mail: info@hunsrueck-museum.de
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Die Heimat der HEIMAT
PDF | 1,9 mb
Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht
Ein Fokus liegt auf dem Werk „Die andere Heimat“, mit der der Regisseur das Thema in der Region 2013 „wiederbelebt“ hat und auch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt machte.
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„Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht“ ist ein Kinofilm von Edgar Reitz, der auf der ebenfalls von Edgar Reitz stammenden Filmreihe Heimat beruht. Der Film thematisiert die Epoche des Vormärz in den Jahren 1842 bis 1845 und die damalige Welle von Auswanderungen aus dem Hunsrück nach Brasilien. Kinostart in Deutschland war der 3. Oktober 2013.
Der Film erzählt die Geschichte von zwei Brüdern, die im 19. Jahrhundert in dem kleinen Hunsrückdorf „Schabbach“ leben und von einem besseren Leben in Brasilien träumen. Sie entscheiden sich schließlich, nach Brasilien auszuwandern, um dort ihr Glück zu suchen. Jakob träumt sich in eine bessere Welt, in ein Paradies in den Urwäldern Brasiliens. Er schmiedet Pläne, mit seiner großen Liebe Henriette („Jettchen“), der Tochter einer Edelsteinschleiferfamilie aus seinem Dorf, auszuwandern und große Abenteuer zu erleben. Die Rückkehr seines Bruders Gustav aus dem preußischen Militärdienst gibt den Anstoß zu Ereignissen, die die Liebe zwischen Jakob und Jettchen erschüttern und Jakobs Leben in eine völlig andere Richtung lenken.
Der Film ist bekannt und mehrfach ausgezeichnet für seine beeindruckende visuelle Darstellung und tiefgründige Handlung, die die Themen Heimat, Sehnsucht und Abenteuer auf fesselnde Weise behandelt. Edgar Reitz gelang es mit diesem Film, ein eindrucksvolles Porträt der Auswanderungsträume im 19. Jahrhundert zu schaffen.
Ausgestellt sind u. a. Requisiten, Kulissen, Kostüme und Setfotos.
LEIBNIZ – Chronik eines verschollenen Bildes
Schon ab 2008 plante Reitz im Auftrag der Stadt Hannover, Kurzfilme über Leibniz in Räumen des damals neu rekonstruierten Schlosses Herrenhausen zu drehen.
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Realisiert wurde der Film als Kammerspiel. Das Drehbuch schrieben Gerd Heidenreich und Edgar Reitz, der auch Regie führte. Anatol Schuster führte Co-Regie und Salome Kammer übernahm die Regieassistenz. Die Dreharbeiten dauerten nur ca. 6 Wochen vom 16. September bis 30. Oktober 2024.
Der Film feierte am 19. Februar auf der Berlinale 2025 in der Sektion Berlinale Special Premiere. Des Weiteren wurde der Film am 25. April 2025 auf dem Lichter Filmfest in Frankfurt gezeigt und Anfang August bei den unter Reitz‘ Schirmherrschaft stehenden HEIMAT EUROPA Filmfestspielen in Simmern (Hunsrück). Der Film startete am 18. September 2025 in den deutschen Kinos. Am ersten Wochenende erreichte er 7.400 Zuschauer.
Das Licht in der Malerei des Barock spielte für den Stil des Films eine bedeutende Rolle. Kameramann Matthias Grunsky war in seiner Lichtgestaltung insbesondere von der Chiaroscuro-Malerei inspiriert. In Anlehnung an meist hochformatige Portraitmalerei wurde der Film, in dem die Gesichter das Bild dominieren, im Academy-Format (Bildseitenverhältnis 4:3) gedreht.
Insgesamt waren 14 Schauspielerinnen und Schauspieler beteiligt, davon sechs in Hauptrollen und acht in Nebenrollen. Nur drei der Figuren – Leibniz, Kurfürstin Sophie und Königin Charlotte – sind historische Persönlichkeiten. Alle anderen Figuren sind erfunden.
„LEIBNIZ ist eigentlich ein Film über das Filmemachen, denn er entstand unter der ständig gestellten Frage: Was machen die Worte mit den Bildern und umgekehrt, was machen die Bilder mit den Worten? Immer hatten wir es auch beim Drehen und bei der Arbeit mit den Schauspielern mit den Zwischenbereichen zu tun: die Kamera, das Licht, die Kostüme und das Szenenbild auf der einen Seite und die Sprache der Dialoge und die Gedankenwelt des Leibniz auf der anderen Seite“, resümiert Edgar Reitz im gleichnamigen Buch zum Film (Marburg, 2025, S. 169).

