Hunsrück-Museum Simmern - Januar 2019

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Freitag, 1. Februar 2019, 19:00 Uhr

KinoMuseumsNacht
„Die Seelen im Feuer"


Sehr geehrte Kino- und Museumsfreunde,

zur KinoMuseumsNacht im Pro-Winzkino und im Hunsrück-Museum Simmern laden wir Sie und Ihre Freunde recht herzlich ein.

Ablauf:
19.00 Uhr | Pro-Winzkino
Filmbeginn „Die Seelen im Feuer"

21.00 Uhr | Hunsrück-Museum
Kulinarisches und Ausstellung „hexentod. Hexereiverfahren im Hunsrücker Raum (16. und 17. Jahrhundert)"


Eintritt: 25,- € (exkl. Getränke)
Karten nur gegen Vorkasse: Touristinfo Simmern, Buchhandlung Schatzinsel, Pro-Winzkino (Teilnehmerzahl begrenzt!)

Weitere Infos: Hunsrueck-Museum, Tel. 06761/7009
oder info@hunsrueck-museum.de
oder info@pro-winzkino.de

Der Film: Bamberg um 1630: Der Arzt Cornelius Weinmann kehrt von seinen medizinischen Studien im fortschrittlichen Wien zurück nach Bamberg, um seinen sterbenden Vater zu sehen. Er trifft dort auch auf seine Jugendliebe Johanna Wolff, die mit kundigem Engagement die Apotheke ihres Vaters führt, obwohl Frauen diese Amtsausübung untersagt ist. Cornelius ist erneut fasziniert von der klugen und eigenwilligen Frau, die Rückständigkeit Bambergs ist ihm aber zuwider und so zieht es ihn nach dem Tod des Vaters zurück nach Wien. Doch Fürstbischof Fuchs von Dornheim zwingt den fähigen Arzt in seine Dienste, er soll zusammen mit den Hexenkommissaren Inhaftierte auf Hexenmale untersuchen. Was als Kampf gegen das Werk des Teufels begann, artet mehr und mehr aus und auch Cornelius und Johanna geraten in den Bannkreis der Hexenverfolgung. Fuchs von Dornheim und sein intriganter Weihbischof Förner nutzen die Hexenverfolgung zunehmend für die eigenen Zwecke. Im Jahr 1775 wurde in Deutschland die letzte Frau wegen Hexerei hingerichtet.

Ausstellung „hexentod. Hexereiverfahren im Hunsrücker Raum (16. und 17. Jahrhundert)"
Im Laufe des 15. und beginnenden 16. Jahrhunderts begann sich die Vorstellung vom Superverbrechen der Hexerei in Europa zu verbreiten und erreichte schließlich die Hunsrückdörfer. Der Glaube an die Existenz von Hexen bot plausible Erklärungen für täglich erfahrbare Missgeschicke, Verluste, Krankheit und Tod, für Unwetter, schlechte Ernten, Teuerung, Hunger, Unterernährung, Seuchen, erhöhte Sterblichkeit bei Mensch und Vieh. Die Auswirkungen der damaligen kleinen Eiszeit, von Krieg, Seuchen, religiösen Spannungen und gesellschaftlichen Konflikten machten sich auch im Hunsrück bemerkbar. Die als Hexen angeklagten Frauen und Männer erlebten die Mechanismen von Ausgrenzung, vermeintlicher Enttarnung und Anklage sowohl von privaten Klägern als auch von Seiten bestimmter Interessensgruppen, die verdächtige Personen in die Netze der obrigkeitlichen Justiz trieben. Die von solchen „Bürgerwehren" angeführte Hexenjagd macht deutlich, in welchem Ausmaß die „einfachen" Leute selbst aktiv oder als Mitläufer an den Hexenjagden beteiligt gewesen sind.


Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Dr. Fritz Schellack
(Museumsleiter)

und das Team des Hunsrück-Museums Simmern





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