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Mit Schreiben vom 18. Juli 1431 gestattete Kaiser Sigismund seinem Oheim, dem Pfalzgrafen Stephan, das Privileg, goldene und silberne Münzen schlagen zu lassen. Die Münzstätte befand sich zusammen mit der Hofdruckerei im sog. Roten Haus. Die Prägestätte, eine kleine Schmiede- oder Hammermünze, war bis 1596 in Betrieb und wurde mit dem Tod von Herzog Reichard 1598 geschlossen. In Simmern wurden vom Pfennig bis zum Goldgulden fast alle gängigen Münzsorten der damaligen Zeit geprägt.
Zu hervorragenden Prägungen der Münze gehören die Weißpfennige aus der Zeit Herzog Stephans, Silbermünzen unter Herzog Johann II. und Taler- und Goldprägungen unter Herzog Reichard.
Die Münzsammlung des Museums basiert wesentlich auf Stiftungen des verstorbenen Ehrenbürgers der Stadt Simmern, Herrn Günter Felke. Auch die Kreissparkasse Rhein-Hunsrück unterstützte das Museum beim Ankauf und bei der Nachprägung von Münzen. Zur Sammlung gehören römische Münzen, Münzfunde aus Kirchberg und Simmern, Münzen aus dem 19. und 20. Jahrhundert aus dem Nachlass Schneider und aus der Sammlung von Günter Felke.
Aus Anlass der Neueröffnung des Hunsrück-Museums wurde ein seltener Weißpfenning aus dem Jahr 1431 nach einem Original reproduziert.
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